Mein Jahr 2016

2016 war ein durchwachsenes Jahr für mich. Die Turniersaison begann mit einem Knaller am 3. April in Gompitz zum 19. Frühjahrsturnier. Lumpi und ich holten uns den Sieg im Großen Preis, einem M Springen mit Stechen, gegen erfahrene und zahlreiche Konkurrenz. Eigentlich wollte ich nach dem super Umlauf eine sichere Runde im Stechen drehen, einfach rhythmisch durch, aber er lief so aufmerksam und spitze, dass ich mich während des Rittes dazu entschloss, eine enge gewagte Wendung zu gehen. Das war unser Siegeslos, denn kein anderer ist diesen Weg gegangen, wodurch wir ordentlich Zeit gespart haben. Es war überwältigend und der beste Saisonstart, den man sich hätte erträumen können.

Doch die Saison lief dann nicht so reibungslos weiter, leider. Irgendwie war der Wurm drin. Ich habe meinen Kopf einfach überhaupt nicht frei bekommen. Einige Platzierungen konnten wir zwar erreiten, aber ich war einfach nicht klar im Kopf. Wer mich gut kennt weiß, dass ich mir dauernd zu viel Druck mache, was dann meistens in einer absoluten Schwachsinnsaktion endet. Es war mein letztes Jahr als Junger Reiter und ich wollte einfach alles richtig machen. Aber dann kamen oft Situationen, wo ich einfach dann doch noch einmal zu viel in den Zügel gegriffen habe, um es noch passender zu machen, und dann fiel die Stange. Es war zwar nie etwas schlimmes, aber immer Leichtsinnsfehler, die auf meine Kappe gingen. Das war wirklich schade, aber solche Momente gibt es bei Jedem Mal.

Durch eine längere Verletzungsphase mussten dann auch einige Turnier ausfallen, was das Training natürlich enorm zurück geworfen hat, wodurch ich dann auch die folgenden Turnierpläne ändern musste. Doch jetzt sind wir wieder auf einem super Weg zu unserer alten Form und greifen ab Januar wieder voll an! 

Rhusty hatte ja auch 2014 und 2015 lange Verletzungspausen, was für ein 4 bzw 5-jähriges pubertierendes Pferd natürlich spitze ist, um sich Schabernack auszudenken, und musste daher erst einmal wieder alles lernen. Er hatte ein paar schöne Dressurpferde-Prüfungen, die er von Mal zu Mal gelassener anging, jedoch im Viereck immer noch nicht im Rücken loslassen konnte. Doch auch die Arbeit mit ihm macht große Fortschritte und auch er geht ab Januar mit auf die Reisen.

Rosy ist im Oktober zu uns gekommen, wodurch über sie natürlich nicht so viel zu berichten ist. Sie hat sich schnell in die Herde eingelebt und weiß auch genau, was sie will. Wir haben sie viel dressurmäßig gearbeitet und sie läuft auch regelmäßig Springtraining, sodass auch sie ab Januar angreifen kann.  

 

Im nächsten Post werde ich kurz berichten, wo es die ersten Turniere zu bestreiten gibt und was sonst noch so ansteht zu Jahresbeginn. Bis dahin wünsche ich euch noch eine tolle Weihnachtszeit mit euren Familien und einen guten Rutsch ins neue Jahr!