Ein ganz besonderes Pony

Heute hat ein ganz besonderes Pferd Geburtstag. Mein erstes Pflegepferd - Black Horse. Er ist ein glänzend schwarzer Welsh B Hengst von Brakenhoeve’s Emiel. Als ich damals mit 8 Jahren die Chance bekam, diesen Hengst als Pflegepferd zu bekommen, änderte sich für mich alles. Als kleines blondes Mädchen einen schwarzen Hengst zu reiten - fast zu schön, um wahr zu sein, oder?

In der ersten Zeit lief weiß Gott nicht alles rund. Aber er lehrte mich alles, was man wissen musste. Wie oft lag ich im Sand, weil ich doch nicht im letzten Moment vor dem Sprung dran saß? Ja, er war wirklich ein Schlitzohr, aber der beste Lehrmeister, den ich hätte haben können. Die ersten Turniere in der E-Vielseitigkeit waren wirklich keine Erfolgserlebnisse. Viele Verweigerungen und Dressuren in null Anlehnung waren an der Tagesordnung. Aber nur so lernt man es, denn kein Mädchen ist perfekt! Nach und nach hatte ich den Dreh raus, wie ich ihn in Anlehnung bekomme und das zeigte sich auch schnell bei den Noten in den Prüfungen. Wir haben es im Namen des Landesverbandes Sachsen zur Goldenen Schärpe geschafft, einem Vielseitigkeitsturnier der Klasse E im bundesweiten Vergleich. Dieses Turnier war für mich schon ein riesiger Erfolg. Doch es sollte noch besser kommen.

Durch meine stetigen Verbesserungen haben wir sogar die Nominierung zum Bundesnachwuchschampionat in Warendorf bekommen. Für ein kleines Mädchen wie mich damals war das ja schon fast wie die Olympischen Spiele! ;) Wir hatten eine Note von 7,5 in der Dressur und waren damit sogar einzeln platziert! Nie hätte ich das für möglich gehalten. Das Gelände hatte uns schon kräftig überwältigt. So ein Championat fordert eben sehr viel mehr als Prüfungen in der Region. Aber es war ein einzigartiges Gefühl und wir haben das Ding ziemlich gerockt. 

Mit den Jahren wuchsen wir als Team unglaublich zusammen und wir haben viele viele Siege und Erfolge zusammen erkämpft. Auch mein allererster Titel als Sächsische Meisterin im Springen 2007 habe ich mit ihm erritten. 

 

Ich wäre nicht die Reiterin, die ich heute bin, ohne ihn. Heute wird er 25 Jahre alt. Er hat vor und nach mir so vielen jungen Reitern den Weg in den Sport gezeigt und erleichtert, solche Pferde sind einzigartig. Und ich danke meinem ehemaligen Trainer Gunter Schöniger für diese Chance!