Neues Pferd?

 

„Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere.“

 

Lange habe ich fest an diesen Grundsatz geglaubt. Lange ohne Erfolg. Mit zwei kranken Pferden im Stall wird man früher oder später einfach wehmütig. Wehmütig nach dem wunderbaren Freiheitsgefühl im Sattel. Nach den gemeinsamen Stunden auf dem Reitplatz und im Gelände. Doch es wird noch ein ganzes Stück dauern, vor allem bis Lumpi wieder einsatzbereit sein wird.

Aber dann öffnete sich plötzlich eine wunderbare Tür. Eine große Tür. Ein Tor. Und damit auch das Tor zu meinem Herzen. Denn ein Tor ist nötig für diese große Stute! Die Züchter von Rhusty hatten mir Bilder und Videos einer Stute geschickt und mich gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, sie zu reiten. Und in die Aufnahmen habe ich mich schon vollkommen verliebt! Es war für mich nie eine Frage, ob ich diese Stute bei mir haben möchte. Am 7. Oktober fuhren wir zu ihr und haben uns die Maus einmal angeschaut und ich konnte sie probereiten. 

 

Schon im Stall präsentierte sie sich wie eine Lady. Imposant und majestätisch. Das beschreibt sie wohl am besten. Auch beim Reiten zeigte sie ihre ganze Größe, nicht nur körperlich, sondern auch charakterlich. Schnell zeigte sie mir auch, wie sie geritten und gearbeitet werden möchte. Am Anfang sollte man auf jeden Fall erst einmal fleißig vorwärts reiten. Was gar nicht so leicht ist, denn trotz ihrer Größe ist sie eine sehr Gemächliche. Aber wir haben uns schnell zusammen gefunden und auch die Probesprünge gaben mir ein tolles Gefühl. Es war schnell klar, dass sie bei uns einziehen wird und ich konnte es kaum abwarten.

 

Später am Tag haben wir mit der Familie noch gemütlich Kaffe und Kuchen genossen und die große Stutenweide besichtigt. Auf dieser riesigen Wiese ist damals auch Rhusty gemeinsam mit der neuen Stute aufgewachsen. Und da wurde uns auch klar, wieso Rhusty die Kühe auf unserer Nachbarweide so toll findet. Er ist mit einer Herde Rinder auf der Wiese aufgewachsen! Wie cool ist das denn? Zusammen mit dem Schweinestall am Hof ist das wohl die beste Abhärtung für Jungpferde, die es geben kann. Das ist es auch, was uns an den Züchtern so gefällt. Man merkt, dass die Pferde keine Sportgeräte, sondern Familienmitglieder sind und nur das Beste für sie getan wird. Wir sind natürlich umso dankbarer, dass in dem Fall wir das Beste für die Stute bieten sollen und sehr stolz, dass wir diese Aufgabe übernehmen dürfen. Danke für diese wunderbare Möglichkeit!

 

 

Ach ja - die hübsche Maus heißt Lindgren und ihr könnt ein paar erste Zeilen über sie auf der Pferde-Seite lesen!

 

Im nächsten Beitrag wird es über ihre Ankunft bei uns gehen. Seid also gespannt!